Vandalismus-Schutz durch Optical Bonding
Sicherheit & IK-Schutz

Schutzschild für Ihr Display: Warum Optical Bonding den IK-Schutz erhöht.

Vandalismus, fallende Werkzeuge oder harte Stöße: Ungebondete Displays brechen leicht. Wir zeigen, wie der Kleber als Stoßdämpfer wirkt und Splitter bindet.

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Ein Schlag mit einem harten Gegenstand, ein fallender Schraubenschlüssel oder mutwilliger Vandalismus am Ticketautomaten: Für herkömmliche Displays ist das oft das Ende. Das Deckglas splittert, Scherben fallen ins Gerät, das Display dahinter ist zerstört.

In öffentlichen Bereichen (Kiosk, POS) und der Industrie ist mechanische Robustheit kein Luxus, sondern Pflicht. Hier kommt der IK-Stoßfestigkeitsgrad ins Spiel – und Optical Bonding ist der einfachste Weg, diesen drastisch zu erhöhen.

Das Problem: Das "Trommelfell"-Phänomen

Warum brechen Displays so leicht? Bei einem Standard-Aufbau (Air Bonding) gibt es einen Luftspalt zwischen dem robusten Deckglas und dem LCD-Panel. Das Deckglas ist an den Rändern fixiert, aber in der Mitte hohl.

Der Effekt:
Wenn ein Schlag auf die Mitte trifft, kann sich das Glas durchbiegen (wie ein Trommelfell). Da Glas nicht elastisch ist, bricht es sofort, sobald die Zugspannung überschritten wird. Zudem fliegen die Splitter nach innen und zerstören das teure TFT-Panel.
Schema: Schlagwirkung mit und ohne Luftspalt
Abb 1: Links: Luftspalt lässt Glas schwingen und brechen. Rechts: Bonding stützt das Glas vollflächig ab.

Die Lösung: Der Kleber als Stoßdämpfer

Optical Bonding füllt den Hohlraum komplett aus. Das Deckglas, der Kleber (LOCA/Gel) und das Display werden zu einem massiven, laminierten Block ("Laminated Glass").

Die physikalischen Vorteile:

  • Energie-Absorption: Der Kleber ist elastisch. Er nimmt die Energie des Schlages auf und verteilt sie auf eine größere Fläche. Die punktuelle Belastung sinkt.
  • Keine Durchbiegung: Da das Glas vollflächig gestützt wird, kann es sich nicht mehr durchbiegen. Die Bruchgrenze wird erst bei viel höherer Krafteinwirkung erreicht.
  • Splitterschutz (Safety): Sollte das Glas bei extremer Gewalt doch brechen, bleiben die Scherben am Kleber haften (wie bei einer Auto-Frontscheibe). Das Gerät bleibt oft sogar bedienbar!

Der Beweis: Der "Ball-Drop-Test"

In der Industrie wird die Robustheit oft mit dem Kugel-Falltest gemessen. Eine Stahlkugel (z.B. 500g) fällt aus definierter Höhe auf das Display.

Das Ergebnis: Ein ungebondetes 3mm Glas bricht oft schon bei 30cm Fallhöhe. Dasselbe Glas, optisch gebondet, hält oft Fallhöhen von über 100cm stand. Das entspricht einer Steigerung des IK-Schutzes um mehrere Stufen.

Vergleich: Glasbruch vs. Intaktes Bonding
Abb 2: Links: Zerstörtes Display (Splitter im Inneren). Rechts: Gebondetes Display (Riss, aber stabil und dicht).

Tabelle: Schutzwirkung im Vergleich

Eigenschaft Air Bonding (Luftspalt) Optical Bonding
Stoßfestigkeit Gering (Glas schwingt) Sehr hoch (Massiver Block)
Verhalten bei Bruch Splitter fallen ins Gerät Splitter werden gebunden (VSG)
Display-Schutz TFT wird oft mit zerstört TFT bleibt meist intakt
Vandalismus-Resistenz Niedrig Hoch

Fazit: Die günstige Versicherung

Die Kosten für Optical Bonding sind minimal im Vergleich zu den Kosten eines Feld-Einsatzes, um ein zerstörtes Vandalismus-Opfer auszutauschen. Für öffentliche Terminals und raue Industrieumgebungen ist Bonding der effektivste mechanische Schutz, den Sie bekommen können.

Muss Ihr Display Schläge einstecken können?

Lassen Sie uns den optimalen IK-Schutz berechnen. Wir kombinieren das richtige Deckglas mit dem passenden dämpfenden Klebstoff.

Wir beraten Sie zu Glasstärken, Härtungsverfahren und dem Ball-Drop-Test für Ihre Anwendung.

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